Die Tiere (und der Frosch) danken es: Mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz. Alexas_Fotos/pixabay.com
Die Tiere (und der Frosch) danken es: Mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz. Alexas_Fotos/pixabay.com

Zu Hause beziehen Sie Strom aus der Photovoltaikanlage und vom Anbieter mit Wasserkraftwerken. Sie versuchen, so wenig wie möglich das Auto zu nutzen. Sie achten darauf, möglichst Nahrungsmittel aus der Region und aus nachhaltiger Herstellung einzukaufen. Aber wie sieht's am Arbeitsplatz aus – kann man sich da auch nachhaltig verhalten? Die gute Antwort: Man kann! Vier Tipps für mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz:

Notizzettel aus Fehldrucken

Der Papierkorb neben dem Drucker quillt über wegen zahlreicher falscher Ausdrucke? Und die Zettelbox am Schreibtisch ist leer? Warum also nicht einfach die Fehldrucke mit der Schere zu kleinen Notizzetteln schneiden und so zumindest die oft weiße Rückseite noch verwenden? Zugegeben, oldschool in Zeiten von Teams und Notes. Ein Tipp, der etwas von schwäbischer Sekretärin hat. Die war zwar vor 30 Jahren vor allem wegen des Geldes sparsam und benutzte Briefpapier zwei Mal. Aber was dem Geldbeutel recht ist, kann der Natur nur billig sein. Papier mehrfach zu verwenden, spart Ressourcen.

Kaffeeautomaten: Porzellan statt Plastik

Für manche Arbeitende mag die braune Brühe aus dem Kaffeeautomaten vielleicht ohnehin ein Nogo sein - dünner Instant-Kaffee mit Milchpulver – und dann noch viel zu heiß … Und das zu allem Überfluss in einem Plastikbecher, der genau so labbrig ist wie der Inhalt. Die Qualität des Kaffees (oder Espressos, oder Kakaos …) können zwar Beschäftigte nur bedingt beeinflussen, beim Gefäß können sie aber durchaus aktiv werden. Viele Automaten erlauben nämlich, auch ein mitgebrachtes Gefäß zu verwenden. In einer Porzellan-Tasse sieht der Kaffee doch gleich besser aus. Und die Finger verbrennt man sich auch nicht.

Ökologisch zum Arbeitsplatz

Ja, es geht wohl wirklich nicht immer und überall. Aber auch auf dem flachen Land gibt es Möglichkeiten, den Weg zum Arbeitsplatz und nach Hause nachhaltiger zu gestalten. Selbst Kleinstädte haben mittlerweile einen Öffentlichen Nahverkehr eingerichtet, der im Taktverkehr nicht nur die Innenstädte, sondern auch Industrie- und Gewerbegebiete in der Peripherie anbindet. Viele Sportliche haben inzwischen auch das Fahrrad für den Weg zur Arbeit entdeckt. Arbeitgeber haben die Möglichkeit, dies mit einem „Jobrad“ oder „Jobticket“ auch finanziell zu unterstützen.

Ökologisch auf Dienstreise

Eine große, schnelle Limousine als Dienstwagen ist vielleicht cool, aber nicht die ökologischste Reisemöglichkeit. In vielen Fällen eignet sich der Zug ebenfalls ganz hervorragend – und der ist für sich genommen schon nachhaltiger. Zwar ist das Versprechen der Deutschen Bahn AG, im Fernverkehr zu 100 Prozent mit Ökostrom unterwegs zu sein, vom Marketing getrieben. Beim Treibhausgas-Ausstoß hat der Zug aber in jedem Fall die Nase vorn: 55 Gramm pro Personenkilometer (g/Pkm) fallen im Nahverkehr an, im Fernverkehr seien es nur 29g/Pkm. Das Auto liege bei 143g/Pkm, das Flugzeug bei 214g/Pkm, berichtet tagesschau.de. Während der Fahrt lässt es sich im Zug außerdem super arbeiten. Wenn es denn sein muss, auch in den Ledersesseln der 1. Klasse. In Sachen Tempo kann der ICE ohnehin alle abhängen. Auf vielen hundert Kilometern in Deutschland fährt er planmäßig 300 km/h schnell.